Andechs Trail 06.04.2019

Nachdem ich es wirklich genieße in einem Verein mit so vielen netten Menschen zu trainieren habe ich jetzt den Entschluss gefasst: Dieses Jahr möchte ich die erste Langdistanz finishen. Die Gespräche mit Erst- und Wiederholungstätern haben den ersten Gedanken daran zu einem festen Entschluss anwachsen lassen – ich habe mir für den Ostseeman angemeldet.

Da kam mir der Andechs Trail als zusätzlichen  Trainingsreiz entgegen. Ohne Erfahrung im Crosslauf habe ich mich kurzfristig für den „Expert Trail“ angemeldet, es sollte sich ja auch lohnen.

Bei recht milden Bedingungen ging es los und ich konnte ein gutes Tempo laufen. Ich wollte auf keinen Fall eine Verletzung riskieren und bin hochkonzentriert durch die teils recht schweren Passagen gelaufen – vielleicht wären stellenweise richtige Cross Schuhe hilfreich gewesen.

Zu Beginn hat mich ein junger Mann im „Kampfsport“ – Hoody überholt, ich dachte mir noch dass der ganz schön warm angezogen ist aber er war schnell. Nach etwa 4-5 Kilometer habe ich gut ins Rennen reingefunden und es ging zügig dahin. Den „Kampfsport-Hoody-Mann“ habe ich in der Zwischenzeit wieder überholt. Die Anstiege waren teilweise wirklich knackig und ich bin ganz schön an meine Grenzen gekommen – meine Berglauftechnik ist sicher noch optimierbar. Stellenweise hatte ich das Gefühl gar nicht mehr voranzukommen.

Kurz vor dem letzten Anstieg ca. 2km vor Schluss ist der „Kampfsport-Hoody-Mann“ wieder an mir vorbeigerast – in einem Affenzahn, kurz habe ich überlegt mitzugehen aber er war einfach zu schnell. Ich dachte mir aber dass er sicher am Berg in seinem waren Hoody noch eingeht. Und wirklich, als es wieder steiler wurde, wurde er immer langsamer. Er hatte zwar schon etwa 300m Vorsprung, ich konnte ihn aber meistens sehen. Er ist immer wieder kurz gegangen und hat sich umgedreht. Ich verfolgte ihn unerbittlich und kam immer näher. Auf den Stufen kurz vor dem Ziel habe ich ihn dann überholt, mein Beine und meine Lunge haben gebrannt und ich habe gehofft dass jetzt auch wirklich endlich das Ziel kommt. Zum Glück kam es – Geschafft!

Eine wirklich schöne Veranstaltung mit einem leckeren Kuchenbuffet am Ende!

Die 16km und 270Höhenmeter habe ich in 1:18 hinter mich gebracht, Platz 26 in meiner Altersklasse.