Memmert Rothsee Triathlon

Rothsee-Triathlon – mit Durchfall zur Zielzeit

Zwei Wochen nach Erding ging’s direkt weiter: Rothsee, Baby!

Das Wetter? Traumhaft. Die Stimmung? Mega. Mein Körper? Naja… sagen wir mal: herausgefordert. Ich war kurz vorher im Urlaub, also eher im Liegestuhl-Modus als im Wettkampffieber.

Und als ob das nicht reicht, kam in der Nacht vor dem Wettkampf das große Magen-Debakel: Durchfall. Mehrfach. Mitten in der Nacht. Ich stand öfter an der Keramikschüssel als ein Azubi am Kaffeeautomaten.

Um 4 Uhr früh lag ich wach und überlegte ernsthaft, ob ich einfach wieder ins Bett krieche.

Aber dann dachte ich mir: „Du hast das Startgeld bezahlt – jetzt fahr halt mal hin. Zurück kannst du ja immer noch.“ Also rein in die Klamotten, Kohletabletten wie Smarties gefuttert – und ab nach Roth.

Dort angekommen war die Stimmung sofort ansteckend: viele bekannte Gesichter, gute Laune – und ich hatte die Startnummer 88. Wenn das kein Zeichen ist! (Vielleicht für Glück… oder Verdauungsroulette.)

Schwimmen:

Mein einziges Ziel: nicht panisch werden wie in Erding. Also Neo an, Puls runter, ruhig bleiben. Ich hab mich bewusst aus dem Trubel rausgehalten und bin kontrolliert los – nicht schnell, aber souverän. Kein Gehechel, keine Panikattacke. Mission erfüllt.

Radfahren:
Die Strecke war – wie erwartet – hügelig: hoch, runter, hoch, runter, repeat. Und ich? Krafttechnisch war ich ein Schatten meiner selbst. Die Beine wirkten beleidigt vom Urlaubsmodus plus Magensprint. Ich hab versucht, taktisch zu fahren, bin in kleinen Gruppen mitgerollt, hab Kräfte geschont. Nicht glorreich, aber solide.

Laufen:

Hier kam der Endgegner: 34 Grad, pralle Sonne, wenig Schatten, zwei Runden auf dem Damm. Dazu der berüchtigte „Mehmert-Hill“, der sich anfühlte wie ein Backofen mit Steigung. Schon in der ersten Runde war’s brutal, in der zweiten wurde ich langsamer, leerer, heißer.

Im Kopf lief das Mantra: „Du wolltest heute früh eigentlich gar nicht aufstehen…“ – hilft beim Durchhalten leider null.

Das Ergebnis?

Platz 7 in meiner Altersklasse – besser, als ich es unterwegs erwartet hatte. Klar, es war kein Glanzrennen. Aber ich hab’s durchgezogen – und das unter echt bescheidenen Bedingungen.

Und ein echtes Highlight gab’s zum Schluss noch:

Die sechs Mädels aus meinem Verein hatten zwei Staffel-Teams gebildet – und bam! gleich mal Platz 1 und 2 geholt! Mega stolz auf die Mädels!

Fazit:

Es war nicht mein bestes Rennen – aber vielleicht eines meiner ehrlichsten. Manchmal geht’s eben nicht um Bestzeiten, sondern darum, trotz miesem Bauchgefühl durchzuziehen.

Rothsee, du warst anstrengend. Aber ich komme wieder. Dann hoffentlich ohne Notfallapotheke im Rucksack.