Mey Generalbau Triathlon Tübingen

Tübingen – Triathlon mit Familienfest, Klassentreffen und Podestglück

Mein vierter Triathlon der Saison führte mich – wie könnte es anders sein – nach Tübingen. Inzwischen ist das schon fast Pflichttermin in meinem Rennkalender. Und zwar nicht nur wegen der Strecke, sondern weil die halbe Verwandtschaft regelmäßig mit anreist.

Dieses Jahr wurde die Unterstützergruppe sogar noch größer:

Meine Mutter, mein Vater (!), meine Schwester, mein Schwager, meine Nichte, mein Patenonkel, sogar meine Patentante – und als Bonus: eine alte Schulfreundin, die ich erst vor Kurzem beim Klassentreffen wiedergetroffen hatte.

Ein ganzes Stadion hätte man damit füllen können – und mit jedem einzelnen davon stieg mein Puls schon vor dem Start.

Denn Tübingen war für mich nicht irgendein Wettkampf – es war mein Saisonhöhepunkt. Ich wollte aufs Podest, hatte extra nochmal den Trainingsschraubenschlüssel angesetzt – und war entsprechend nervös. Die Wechselzone unter den Platanen – wie immer ein Traum. Ich fühlte mich wie zuhause.

Dann ging’s rein in den Neckar, der mit frischen 19 Grad nicht gerade ein Spa war. Aber hey: Neo erlaubt – Neo an, ganz klar.

Rolling Start – meine Lieblingsdisziplin im Starten. Ich kam gut weg, hatte ein ordentliches Gefühl im Wasser. Zwar war’s auf der Rückbahn recht voll, ich konnte nicht ganz an den Rand ausweichen wie geplant – aber ich blieb ruhig, konzentrierte mich auf meine Technik.

Das Training der letzten Wochen machte sich bemerkbar: keine Hektik, kein Chaos, einfach sauber durchgezogen.

Der kleine Umweg kurz vor dem Ausstieg (danke an die „optimistische“ Ausstiegsgruppe neben mir 🙃) hat ein paar Sekunden gekostet, aber als ich dann auf meine Uhr schaute und 26 Minuten und ein paar Zerquetschte sah, wusste ich: “Heute kann was gehen!”

Radfahren:
Die Strecke wie immer: erst flach, dann mit ordentlich Höhenmetern raus aus der Stadt. Ich kam gut hoch, fühlte mich stark, erwischte bei der Abfahrt sogar eine kleine Gruppe zum Mitrollen – auch regelkonformer Windschatten spart Watt.

Der Asphalt war noch nass vom vorherigen Regen, ein paar Pfützen sorgten für Wasserspiele, aber ich bin gut und zügig durchgekommen.

Laufen:
Der Wechsel lief deutlich besser als beim letzten Mal – kein Überschwung in die nächste Gemeinde. Ich hab sogar beim Absteigen noch jemanden überholt.

Dann ging’s auf die neue Laufstrecke: nur zwei Runden dieses Mal – keine wirren 2,5-Runden-Zickzack-Orgie mehr. Sehr angenehm.

Ich versuchte, bei 4:00 min/km loszulaufen – was mir auch knapp gelang. Doch Tübingen wäre nicht Tübingen ohne fiese Altstadtanstiege, Kopfsteinpflaster, 90-Grad-Kurven und diese charmant-zerklüftete Streckenführung.

Trotzdem: Ich konnte meine Pace halten, wurde getragen von meiner riesigen Support-Crew, die an jeder Ecke stand und Krach gemacht hat wie beim Heimspiel des VfB.

Zieleinlauf:
Mit Rückenwind aus der Familie – und der letzten Motivation aus den Wadeln – bin ich über die Linie geflogen. Fast genauso schnell wie letztes Jahr. Und dann der Blick auf die Ergebnisliste: Platz 2 in meiner Altersklasse!

Ich war so happy!

Die Sonne brannte, der Schweiß lief, aber ich hatte alles rausgehauen und wurde dafür belohnt.

Fazit:

Tübingen war wieder ein absolutes Highlight.

Nicht nur wegen der Platzierung, sondern wegen der Stimmung, der Familie, den alten Freunden und diesem ganz besonderen Gefühl, wenn so viele Menschen für dich da sind.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die mich begleitet haben. Das war ein Tag, den ich nicht so schnell vergessen werde.