Wegen Hochwasser wurden meine für Juni geplanten Wettkämpfe alle verschoben, somit wurde plötzlich mein Hauptwettkampf zur Saisoneröffnung… ich machte mich also am Freitag auf nach Hamburg, dort angekommen habe ich unser Appartement bezogen. Meine Mutter und ihr Partner sind auch nach Hamburg gekommen und wir haben ein langes Triathlon und Sightseeing Wochenende geplant. Samstag war dann eher von Hamburg und Stadt-anschauen geprägt bevor es dann am Sonntag um 7:30 auf sie Strecke gehen sollte. Das ganze Wochenende war von Triathlon geprägt, weil auch die World Championship Series dort gastierte und damit auch viele Profis vor Ort waren – so kurz vor Olympia haben allerdings ein paar ganz große Namen gefehlt. Trotzdem cool so nah dran zu sein.
Zum Schwimmen ging es dann früh morgens zur Binnenalster, Im Zehnminutentakt wurden die unzähligen Startgruppen losgeschickt. Mein Schwimmen hat sich gar nicht gut angefühlt, grundsätzlich war es auch mein erstes Freiwasserschwimmen in diesem Jahr und ich hat gar kein gutes Gefühl im Wasser. Die Strecke war recht einfach zu schwimmen und es gab wenig Prügelei. Man muss nur einmal durch die Innenalster schwimmen, in die Außenalster rein und dann durch den anderen Tunnel wieder zurück, um dann durch den 40m langen dunklen Tunnel unter der Jungfernbrücke durchzuschwimmen. Nach keiner besonders guten Zeit mache ich mich dann auf in die sehr lange Wechselzone. Durch starken Wind am Vortag haben sie dort die Teppiche weggelassen, nach fast einem Kilometer rennen auf Teer habe ich gedacht meine Fußsohlen lösen sich ab – darum war ich glücklich endlich aufs Rad steigen zu können.
Beim Radfahren wurde es mit jeder Runde windiger und die Strecke hatte doch ein paar weniger Höhenmeter zu liefern, ansonsten war sie recht unspektakulär und so früh morgens sind auch noch nicht wirklich viele Passanten in der Stadt unterwegs. Aber irgendwie hat sich die ganze fahr nicht sehr gut angefühlt. Ich habe ich nicht fit gefühlt und mein Nacken war irgendwie verspannt. Naja, ich habe trotzdem versucht auf dem Gas zu bleiben und bin dann nach knapp 40 Kilometer wieder in die Wechselzone abgebogen. Leider hatte ich einen ungünstigen Platz in der Wechselzone und musste wieder ein ganz langes Stück mit meinem Fahrrad und barfuß laufen. Später habe ich erfahren, dass man gegen einen Aufpreis eine Startgruppe und somit auch den Startblock hätte aussuchen können. Ein Platz näher am Radein/-ausstieg wäre da sicher vorteilhafter – leider ist das nicht ganz fair gelöst. In meinem Starblock angekommen musste ich feststellen, dass hier nur wenige Räder schon wieder da sind – mein Tag lief wohl bisher dich nicht so mies wie ich es eingeschätzt habe. Der Wechsel hat gut funktioniert und ich mache mich auf die letzten 10kilometer, diese Mal zu Fuß und in meinen neuen Laufschuhen, die fühlen sich richtig gut an und zum ersten Mal heute fühlt sich irgendwas gut an heute. Zum ersten Mal habe ich auch meine Mutter und ihr Partner gesehen – beide habe mich lautstark angefeuert, das hat nochmals Auftrieb gegeben. Der Lauf ging dann nochmals Richtung Außenalster und wieder zurück. Es waren von den vorherigen Startgruppen schon einige Athleten auf der Strecke und ich war ständig am Überholen.
Das Ziel war dann auf dem Rathausplatz und jetzt war hier auch richtig was los! Die letzten Meter durften wir durch das World Championship Tour Setup laufen. Nach einem richtig schnellen Lauf war mein Rennen nach 2:19 vorbei. Das bedeutet Platz 8 von 169 in meiner Altersklasse und damit kann ich erst mal sehr zufrieden sein. Gegen eine weitere Gebühr konnte man dann sein Fahrrad früher aus der Wechselzone holen … das war wirklich etwas suspekt! Nach etwas Erholung hatten wir dann noch einen sehr schönen Tag und schauten uns noch viel in Hamburg an. Und die deutsche Mannschaft ist auch noch Weltmeister im Mixed Team Relay geworden. Alles in allem ein sehr schönes Wochenende und ein wunderbarer Start in meine Dreikampf-Saison.




