Wörthsee Triathlon 03.08.2025

Wörthsee Triathlon 2025 – Saisonabschluss mit XXL-Dusche

Mein letztes Rennen der Saison führte mich an den Wörthsee – und damit zurück an einen Ort, den ich zuletzt vor gefühlten 45 Jahren besucht habe. Damals hat’s geregnet. Heute auch. Die Wetter-App hätte ich mir sparen können. Zehn Grad, Dauerregen, beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Sonntag auf der Couch… oder eben einen Triathlon.

Motivation? Schwankend. Aber angemeldet ist angemeldet. Also hin. Beim Aufbau war’s tatsächlich noch trocken, ich habe einige Vereinskollegen getroffen und schnell alles aufgebaut. Doch pünktlich zum Schwimmstart öffnete der Himmel dann zuverlässig seine Schleusen – von Niesel bis Wolkenbruch, es war alles dabei.

Das Schwimmen selbst war das reinste Wellensurfen – nur ohne Surfbrett. Wasser von allen Seiten, Atmen wurde zum Glücksfall. Ich habe mehr Wasser geschluckt als der See eigentlich hergibt. Mal Kraulen, mal Brust, mal Orientierungslosigkeit – wir sind in unserer kleinen Schwimmgruppe am Ende gut 150 Meter zu viel geschwommen. Die Zeit? Jenseits von gut und böse: 33 Minuten. Frust-Level? Maximum.

Der Wechsel aufs Rad brachte immerhin etwas Normalität. Die Temperaturen blieben bei frischen 10 Grad, aber frieren musste ich nicht. Die Radstrecke am Wörthsee ist wie gemacht für solche Bedingungen: viele kleine Anstiege, keine langen Abfahrten. Da bleibt man warm – und nass, denn der Regen kam in Intervallen, mal als kurzer Schauer, mal als sinnflutartiger Guss. Ich habe trotzdem fleißig überholt und kam immer besser in Fahrt. In den Kurven war Vorsicht geboten, aber insgesamt lief’s rund. Stürze? Fehlanzeige.

Und dann: Laufen. Wechsel lief gut, doch direkt nach dem Rauslaufen wurde klar: Das wird zäh. Erstmal ein knackiger Anstieg, der Schotter war glitschig, die Füße schwer. Und als ob das nicht reicht, kam der nächste Regenguss – mitten in den Bergaufpassagen. Die Strecke forderte einem wirklich alles ab: Schotterpassagen, matschige Kurven und ständig das Gefühl, im falschen Film zu sein. Doch ich habe mich durchgebissen, immer wieder Läufer eingesammelt, mich Stück für Stück nach vorne gearbeitet. Überholt wurde ich keinen Meter.

Kurz vor Schluss sah ich dann endlich Robert – wir hatten uns eigentlich vorgenommen, zusammen ins Ziel zu laufen. Er war super unterwegs, ich hab ihn leider nicht mehr erwischt. Am Ende trennten uns exakt acht Sekunden.

Als kleine Versöhnung für den katastrophalen Schwimmstart gab es dann doch noch das Altersklassenpodest: Platz 3. Ein Happy End nach einem echten Krampfrennen. Trotz allem: Dranbleiben lohnt sich.

Saisonfazit: 5 Rennen in 10 Wochen. Jetzt ist erstmal Pause. Beine hoch, Cappuccino, vielleicht ein Stück Kuchen – und hoffen, dass irgendwann auch mal wieder die Sonne rauskommt.